bootshaus

Spotify geht an die Börse


Das schwedische Unternehmen krempelt seit einiger Zeit den Musikmarkt kräftig um. Spotify ist zwar der Markführer im Musikstreaming, jedoch weit davon entfernt schwarze Zahlen zu schreiben. Das liegt im hohen Maße an der Abhängigkeit von den drei führenden Plattenlabels Warner, Universal und Sony. Spotify muss mehr als 70% seiner Einnahmen für Lizenzrechte abführen und steht zugleich noch in Konkurrenz zu  Apple, Google und Amazon. Jetzt versprechen sich die Verantwortlichen eine Unterstützung durch den Börsengang, der doch etwas unorthodox war. Statt eines traditionellen IPO (Initial Public Offering) erfolgte der Einstieg in die Börse durch eine Direktplatzierung. Das heißt es wurden keine neuen Aktien ausgegeben, sondern nur den bisherigen Anteilseignern die Möglichkeit gegeben, ihre Anteilsscheine zu verkaufen. Das hat zum einen den Vorteil, dass man sich einen Mittelsmann und damit die hohen Beratungskosten gespart hat. Man konnte jedoch keinen Ausgabepreis festlegen, was extreme Kursschwankungen zur Folge haben kann. Diese blieben Spotify aber erspart. Mit einem Startpreis von 165,90 Dollars fiel dieser weitaus höher aus als der Referenzpreis von 132,50 Dollars. Jetzt liegt es an Spotify potenzielle Aktionäre zu überzeugen, dass sich mit dem Geschäftsmodell in Zukunft auch Geld verdienen lässt.

Das könnte dich auch interessieren